Bungie: Trennung von Activision bekanntgegeben – Übernimmt die Rechte an der „Destiny“-Marke
Die Zusammenarbeit von Bungie und Activision ist nach acht Jahren beendet worden. Für die "Destiny"-Marke ist Bungie in Zukunft komplett selbst verantwortlich.

Nachdem sich Bungie im Jahre 2007 von Microsoft getrennt hatte, stand lange die Frage im Raum, wie es mit den „Halo“-Schöpfern weitergehen würde. Doch 2010 ging das Studio eine Partnerschaft mit Activision ein, um eine neue Marke zu erschaffen und langfristig zusammenzuarbeiten.

Daraus entstand der Online-Shooter „Destiny“. Die Marke bekam sogar einen Zehn-Jahres-Plan spendiert, sodass sie womöglich in mehreren Konsolengenerationen einen Eindruck hinterlassen würde. Doch Pläne ändern sich und so haben Bungie und Activision bekanntgegeben, dass man sich nach acht Jahren trennt.

Bungie hat die komplette Kontrolle

Zukünftig wird Bungie als ein unabhängiges Studio agieren und nicht mehr permanent mit Activision zusammenarbeiten. Allerdings blickt man auch auf erfolgreiche acht Jahre zurück, in denen man eine Kombination aus 50 Millionen Spielen und Erweiterungen verkaufen konnte.

Die beiden Unternehmen haben auch direkt die Frage beantwortet, wie es mit der „Destiny“-Marke weitergehen wird. Bungie hat die Veröffentlichungsrechte des Online-Shooters von Activision übernommen und wird zukünftig alle Inhalte selbst vertreiben. In einem offiziellen Statement auf bungie.net heißt es:

„Wir haben die letzten erfolgreichen acht Jahre genossen und möchten Activision für die Partnerschaft mit Destiny danken. Mit dem Blick nach vorne freuen wir uns darauf, euch mitteilen zu können, dass Activision die Veröffentlichungsrechte für Destiny an Bungie überträgt. Mit unserer wunderbaren Destiny-Community an unserer Seite sind wir bereit, Destiny auf eigene Faust zu veröffentlichen, während Activision ihren Fokus auf eigene IPs richtet.“

Der Übergangsprozess ist bereits angelaufen und beide Unternehmen wollen sicherstellen, dass alles ohne Probleme über die Bühne geht.

Die geplanten Inhalte sind weiterhin im Anmarsch

Im Weiteren betont Bungie, dass man eine Menge mit „Destiny 2: Forsaken“ gelernt habe. Da man auf die Fans gehört habe, sei man eine Richtung eingeschlagen, die den Spielern ein gutes Erlebnis sichert. In Zukunft möchte man diesen Kurs beibehalten.

Der bereits bestehende Zeitplan soll eingehalten werden, wodurch die Spieler in den nächsten Monaten weitere saisonale Events und neue Inhalte für „Destiny 2“ erwarten können. Im Laufe des heutigen Tages sollen auch Details zum kommenden Update enthüllt werden. Bungie bedankt sich auch bei der Community für die Unterstützung.

„Vielen Dank für eure anhaltende Unterstützung. Unser Erfolg gebührt zu nicht unerheblichen Teilen unseren unglaublichen Spielern, die unsere Welten mit ihrem Licht und ihrer Leidenschaft beehren. Wir wissen, dass Self-Publishing kein Kinderspiel wird, es gibt viel für uns zu lernen, nun, da wir als unabhängiges, globales Studio wachsen, aber wir sehen unbegrenzte Möglichkeiten und Potenzial für Destiny.“

In einem gemeinsamen Statement mit Bungie hat sich auch Activision zu der Trennung geäußert. Dabei wurden folgende Aussagen getroffen:

„Heute kündigen wir Pläne für Bungie an, um die kompletten Vertriebsrechte und Verantwortlichkeiten für die Destiny-Marke zu übernehmen. Zukünftig wird Bungie die Marke besitzen und entwickeln und Activision wird den Fokus auf den eigenen Marken und anderen Projekten verstärken. Activision und Bungie wollen einen nahtlosen Übergang für die Destiny-Marke sicherstellen und werden für die Community der Destiny-Spieler in aller Welt während des Übergangs weiterhin eng zusammenarbeiten.“

Unterstützung im BattleNet wird fortgesetzt

Abschließend wurde auch mitgeteilt, wie es mit der PC-Version von „Destiny 2“ weitergehen wird. Schließlich wird der Titel über das BattleNet von Blizzard Entertainment vertrieben.

Laut Blizzard wird „Destiny 2“ weiterhin die volle Unterstützung auf BattleNet erhalten, sodass die Spieler keine Unterbrechung der Dienste oder der Spielerfahrung befürchten müssen.

Wie es im Falle eines potentiellen „Destiny 3“ aussehen wird, wird die Zeit zeigen müssen. Allerdings kann man davon ausgehen, dass man zukünftig auf andere Plattformen zurückgreifen wird.

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