Destiny 3: Release 2020 erwartet und weitere Stimmen zur Trennung von Activision
Cowen & Company geht davon aus, dass "Destiny 3" im Jahr 2020 auf den Markt kommen wird. Wie wir seit heute wissen, spielt Activision bei diesem Launch keine Rolle mehr.
Destiny 3: Release 2020 erwartet und weitere Stimmen zur Trennung von Activision
Kommt "Destiny 3" 2020?

Activsion und Bungie gaben in der vergangenen Nacht recht überraschend bekannt, dass sie künftig getrennte Wege gehen werden. Das heißt, bei „Destiny“ handelt es sich um kein gemeinschaftliches Projekt mehr. Die Rechte an der Marke liegen fortan bei Bungie.

„Destiny 2“ konnte zwar nicht mehr so viel Aufsehen wie der erste Teil erzeugen. Dennoch handelt es sich um einen erfolgreichen Shooter, der einen Nachfolger nach sich ziehen dürfte. Und das Analyseunternehmen Cowen & Company glaubt zu wissen, wann die Fans mit der Veröffentlichung von „Destiny 3“ rechnen können.

Destiny 3 könnte 2020 erscheinen

2020 soll der dritte Teil der Shooter-Reihe auf den Markt kommen. Laut der Einschätzung von Cowen & Company wird Bungie nach wie vor den ursprünglichen Release-Plan verfolgen, der sich mit „Destiny 2“ allerdings etwas verzögert hat.

Nachdem anfangs das Ziel verfolgt wurde, alle zwei Jahre ein neues „Destiny“ auf den Markt zu bringen, ist dieser Abstand auf drei Jahre gesprungen. Diese Verzögerung führte wahrscheinlich zu einer „wachsenden Divergenz“ zwischen den Visionen beider Unternehmen.

Cowen & Company ist außerdem der Ansicht, dass beide Spiele nicht die von Activision angestrebte „wiederkehrende Einnahmequelle“ hervorbrachten, sodass sich der Publisher wieder auf lukrativere Reihen wie „Call of Duty“ konzentrieren möchte. Auch wenn Bungie wahrscheinlich eine Gebühr für die Veröffentlichungsrechte von „Destiny“ entrichtet hat, wird davon ausgegangen, dass es keine „enorm bedeutende“ Summe gewesen ist.

Cowen & Company weiter:

„Letztendlich sind wir der Meinung, dass diese Entscheidung wahrscheinlich die beste für Destiny als Franchise ist, da wir glauben, dass zwei Chefköche in der Küche mit etwas unterschiedlichen Ansichten einige Probleme mit dem Entwicklungsprozess verursacht und das Spiel in einige Sackgassen geführt haben.

Destiny war ein lohnender Versuch von Activision, eine weitere Eckpfeiler-Franchise aufzubauen. Es ist allerdings eine, die nicht ganz so ausfiel, wie sie es sich erhofft hatten, was die hohe Schwierigkeit, ein erfolgreiches Geschäft mit Live-Service-Spielen aufzubauen und zu führen, erneut unterstreicht.“

Fallender Aktienkurs und Glückwünsche aus der Branche

Die Ankündigung, dass sich Activision von Bungie und „Destiny“ getrennt hat, hinterließ skeptische Investoren. Der Aktienkurs von Activision sank rapide um sieben Prozent und liegt aktuell bei rund 42 Euro pro Aktie. Dabei handelt es sich um eine Entwicklung, die allerdings schon länger anhält. Im September des vergangenen Jahres wurden für eine Aktie noch rund 72 Euro fällig.

Glückwünsche gab es hingegen für Bungie.

Microsofts Phil Spencer schrieb beispielsweise:

„Ich freue mich auf eine glänzende Zukunft, in der ich mit einem meiner bevorzugten unabhängigen Studios an einem meiner Lieblings-Franchises arbeiten kann. Ich bin gespannt, wie sie weiter wachsen und Destiny entwickeln werden.“

Rami Ismail von Vlambeer Games ergänzte:

„Ich bin wirklich froh darüber, dass Bungie von Activision unabhängig wird. Aber ich bin ein bisschen traurig, dass sich so viele auf Activision stürzen, als ob sie nichts anderes als schlechte Dinge gemacht hätten. Es ist ein Publisher, der in einem damals noch nicht existierenden Genre mit einer Zukunfts-Infrastruktur ein 500 Millionen US-Dollar-Risiko einging.“

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