Kingdom Hearts 3: Der Engine-Wechsel war keine Entscheidung der Entwickler
Inmitten der Entwicklung des Rollenspiels "Kingdom Hearts 3" waren die Entwickler gezwungen von der Luminous Engine auf die Unreal Engine 4 zu wechseln. Laut Game Director Tetsuya Nomura sei dies keine Entscheidung gewesen, die die Entwickler getroffen hatten.

Man mag es kaum glauben, aber in wenigen Wochen erscheint das Rollenspiel „Kingdom Hearts 3“ für die PlayStation 4 und Xbox One. Der zweite Hauptteil der Reihe erschien 2005 für die PlayStation 2, wobei die Fans den ersten Teaser zum neuen Abenteuer im Rahmen der E3 2013 begutachten konnten.

Damals wurde mitgeteilt, dass „Kingdom Hearts 3“ mit der hauseigenen Luminous Engine umgesetzt wird, die die Spieler bereits in „Final Fantasy XV“ in Aktion sehen konnten. Allerdings hatte man im Oktober 2014 bekanntgegeben, dass man auf die Unreal Engine 4 von Epic Games wechselt.

Es wurde von oben bestimmt

In einem aktuellen Interview mit dem EDGE-Magazin hat Game Director Tetsuya Nomura verraten, dass diese Entscheidung nicht von den Entwicklern getroffen wurde. Stattdessen haben die höherrangigen Mitarbeiter des Unternehmens den Engine-Wechsel bestimmt.

„Wir hatten unsere eigenen Unternehmensgründe“, sagte Nomura. „Es war nichts, mit dem wir etwas zu tun hatten. Es wurde von oben entschieden. Es war ein ganzes Jahr, das wir zurückspulen und neustarten mussten. Als ein Entwicklerwerkzeug ist die Unreal Engine 4 ein Komplettpaket ─ sie hat alles, was man benötigt, wird auf der ganzen Welt genutzt und wir haben auch eine großartige Unterstützung von Epic Games erhalten. Sie waren während des gesamten Prozesses sehr hilfreich.“

Laut Nomura wäre es eine andere Geschichte gewesen, wenn das Team hinter der Luminous Engine aus Entwicklern des „Kingdom Hearts“-Teams bestanden hätte. Allerdings war es ein anderes Team, womit die Entwicklung schwieriger wurde.

Man musste die Engine von Grund auf neu erlernen

Auch Tai Yasue, Co-Director hinter „Kingdom Hearts 3“, betonte, dass die Entwickler bei Square Enix Business Division 3 die Unreal Engine 4 komplett neu erlernen mussten.

„Wir mussten eine Menge lernen. Als wir begannen die Unreal Engine 4 zu nutzen, hatten wir diese Lerngruppen ─ nun, keine Lerngruppen, aber wir hatten uns alle zusammengerauft …“, so Yasue.

Man habe sich durch das Tutorial gekämpft und begonnen Inhalte zu erstellen, die letztendlich nie den Weg in „Kingdom Hearts 3“ finden sollten. Vielmehr dienten sie als Testmuster, wobei man auch spezielle Wettbewerbe veranstaltete, für die jeder Game Designer etwas erschaffen musste. Letztendlich habe man so eine Menge über die Engine gelernt, auch wenn dies den Entwicklungszeitplan verschoben hatte.

„Die Sache mit der Unreal Engine 4 ist, dass es in Bezug auf das Gameplay sehr einfach ist, mit ihr zu experimentieren. Wir brauchten keine Assets um anzufangen, sodass die Game Designer, die keine Künstler sind, bereits damit beginnen konnten, das Spiel zu testen“, sagte Yasue abschließend.

Das finale Produkt werden die PlayStation 4- und Xbox One-Spieler am 29. Januar 2019 zu Gesicht bekommen, wenn „Kingdom Hearts 3“ in den Handel kommt.

Quelle: WCCFtech

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