Xbox Scarlett: Patente deuten auf Force Feedback-Controller hin
Microsoft hat mehrere Patente veröffentlicht, die andeuten könnten, dass an einer Force-Feedback-Funktion für Controller gearbeitet wird. Kommt sie bereits bei der Xbox Scarlett zum Einsatz?
Xbox Scarlett: Patente deuten auf Force Feedback-Controller hin
Kommt die Xbox Scarlett mit einem Force Feedback-Controller daher?

Im vergangenen Monat, genauer gesagt 6. Dezember 2018, wurden beim US-Patentamt mehrere Patente veröffentlicht, die bereits am 1. Juli 2017 von Microsoft angemeldet wurden. Alle vier Patente scheinen Verbesserungen für den Xbox-Controller zu beschreiben.

Schon mit dem Xbox Adaptive Controller machte Microsoft deutlich, dass das Unternehmen beim Design der Eingabegeräte durchaus unkonventionelle Wege gehen kann. Erschaffen wurde er, um Spieler mit bestimmten Einschränkungen einen Zugang zum Gaming zu ermöglichen.

Die neuen Patente gehen in eine etwas andere Richtung. Ermöglicht werden soll damit offenbar ein haptisches Feedback, wie schon die Bezeichnungen verdeutlichen.

Controller verwenden schon seit längerer Zeit eine Vibrationsfunktion, mit der die Spieler in einem begrenzten Ausmaß ein Gefühl für die jeweilige Situation bekommen können. Bei einem Rennspiel ist es beispielsweise möglich, über das Ausmaß der Vibration einen holprigen Untergrund zu simulieren.

Force Feedback für Controller?

Eine haptische Rückmeldung wie bei der Force-Feedback-Technologie, die in erster Linie bei Lenkrädern zum Einsatz kommt, erhält der Spieler über die herkömmlichen Controller nicht.

An dieser Stelle möchte Microsoft offenbar ansetzen. In den Patentbeschreibungen heißt es unter anderem:

„Obwohl ein Vibrator eine Rückmeldung in Form von Vibrationen bereitstellen kann, kann der Vibrator den Trigger in keinen anderen vom Benutzer wahrgenommenen Zustand versetzen, darunter der Widerstand bzw. die Spannung, die Rückholgeschwindigkeit und/oder die Weglänge/Drehung.

Darüber hinaus kann ein Vibrator den vom Benutzer wahrgenommenen Zustand des Triggers nicht dynamisch ändern, basierend auf unterschiedlichen Bedingungen, wie zum Beispiel einem Parameter eines Computergeräts/Videospiels oder Benutzerpräferenzen.“

Spannungstrigger mit unterschiedlichen Zuständen

Die bisherige Beschränkung auf Vibrationen möchte Microsoft offenbar ändern, wie am ehesten das Hauptpatent – der motorgetriebene, einstellbare Spannungstrigger – verdeutlicht. Im Patent sind mehrere Bilder zu sehen, die verschiedene Zustände des Triggers zeigen. Dieser befindet sich in unterschiedlichen Positionen.

Mehrere Anwendungsbeispiele würden dafür in Frage kommen. Bei einem Shooter könnte die Trigger-Taste beispielsweise blockieren, sobald die Waffe keine Munition mehr hat. Letztendlich wäre es den Entwicklern überlassen, wie sie die neuen Funktionen in ihren Spielen zum Einsatz bringen möchten.

Wie immer gilt: Ein Patent ist kein Beweis dafür, dass wir irgendwann ein fertiges Produkt sehen werden. Allerdings klingt eine Art Force Feedback für Next-Gen-Controller nach einem durchaus interessanten Schritt. Womöglich profitiert bereits die Xbox Scarlett davon.

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