Metro Exodus: PC weiterhin Bestandteil der Strategie – Publisher reagiert auf Drohung eines verärgerten Entwicklers
Falls ihr die digitale PC-Version von "Metro Exodus" kaufen möchtet, kommt ihr vorerst nicht um den Epic Store herum. Die Entscheidung zugunsten des Exklusivdeals sorgten in den vergangenen Tagen für reichlich Ärger, der frustrierte Fans und Entwickler zurückließ.
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Metro Exodus: PC weiterhin Bestandteil der Strategie – Publisher reagiert auf Drohung eines verärgerten Entwicklers
"Metro Exodus" kommt im Februar in den Handel.

Die digitale PC-Version von „Metro Exodus“ wird zunächst exklusiv im Epic Games Store verkauft. Die Ankündigung vor einigen Tagen sorgte für reichlich Ärger. Einerseits zeigte sich Steam von der Entscheidung enttäuscht. Und auf der anderen Seite starteten verärgerte PC-Spieler eine kleine Revolution.

Beispielsweise wurden die beiden erhältlichen „Metro“-Spiele mit einer Welle von Negativwertungen überzogen und es erfolgten Aufraufe, die PC-Version von „Metro Exodus“ zu boykottieren. Die überzogenen Reaktionen einiger Spieler zogen wiederum das Statement eines anonymen Entwicklers von 4A Games nach sich. Auf der Webseite Gameru.net drohte er gar damit, dass ein Boykott des Spiels dafür sorgen wird, dass der PC beim nächsten „Metro“ außen vor bleibt.

„Wenn PC-Spieler einen Boykott von Metro durchführen, wird das nächste Metro – wenn es kommt – definitiv nicht auf dem PC erscheinen. Es scheint, dass die Leute es nicht spielen wollten und einfach auf einen Grund warteten, um ihrem Zorn freien Lauf zu lassen.“

Im weiteren Verlauf seines Statements äußerte der Mitarbeiter die Vermutung, dass die wütenden Spieler nicht allzu sehr an „Metro Exodus“ interessiert sein dürften.

„Ich kann nur sagen, dass das nicht unsere Spieler sind, sie interessieren sich nicht für unsere Arbeit. Und daher ist auch ihre Meinung nicht für mich interessant. Warum sollte ich persönlich (und nicht nur ich) auf ihre Meinung hören?“

Deep Silver reagiert

Deep Silver versucht inzwischen, alle Seiten zu beruhigen. Das Unternehmen verweist darauf, dass der Deal, „Metro Exodus“ vorerst exklusiv im Epic Store anzubieten, eine Entscheidung des Publishers sei. Zudem stellte Deep Silver klar, dass die Aussage des Entwicklers eine Einzelmeinung sei, die nicht die Strategie des Unternehmens beschreiben würde.

„Der jüngste Kommentar eines Mitarbeiters von 4A Games spiegelt nicht die Ansichten von Deep Silver oder 4A Games hinsichtlich der Zukunft der Reihe wider.

Sie zeigen den Frust und die Enttäuschung einer passionierten Einzelperson über den Wandel von positiven Reaktionen über das Spiel hin zu einer Kontroverse aufgrund einer geschäftlichen Entscheidung, auf die sie keinen Einfluss hatte.“

PC-Version auch bei weiteren Metro-Spielen

Der Publisher weist nochmals darauf hin, dass der Epic Games-Deal eine Entscheidung des Publishers sei. Aus diesem Grund sollen weitere Fragen und Meinungen zur Entscheidung direkt an Koch Media/Deep Silver gerichtet werden, nicht an die Entwickler von 4A Games.

Man habe „jede Absicht“, die Reihe fortzusetzen. Und bei diesen Plänen sei auch der PC ein wichtiger Bestandteil.

„Metro Exodus“ wird am 15. Februar für Xbox One, PlayStation 4 und PC auf den Markt kommen.

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