Anthem: BioWare verteidigt das Fehlen von versprochenen Inhalten und Features
Mit "Anthem" hat BioWare kein hochbewertetes Spiel veröffentlicht. Das liegt an den technischen Problemen aber auch an den nicht immer überzeugenden Inhalten. Einige Features verschwanden sogar im Laufe der Entwicklung. Das Unternehmen verteidigt sich.
Anthem: BioWare verteidigt das Fehlen von versprochenen Inhalten und Features
Nicht alle Inhalte haben es in das fertige Spiel geschafft.

Wie schon „Fallout 76“ legte „Anthem“ für ein AAA-Projekt dieser Art einen recht holprigen Start hin. Der Titel hat nicht nur mit technischen Problemen zu kämpfen, darunter die PS4-Abstürze, die in der kommenden Woche mit einem Patch angegangenen werden sollen. Auch inhaltlich liegt so einiges im Argen.

Spieler beklagen sich über eine schwache Story und auch Inhalte, die sie trotz der vorangegangenen Präsentationen nicht in der erhofften Form erleben können. Dazu zählen Features, die es nicht in das fertige „Anthem“ geschafft haben, aber in den Jahren der Entwicklung durchaus von BioWare erwähnt wurden.

BioWare war nicht unehrlich

Laut der Angabe der Entwickler sollten die Spieler nicht hinters Licht geführt werden. Während der Entwicklung von Spielen verändern sich die Dinge. Eine größtmögliche Transparenz würde zugleich bedeuten, dass einige Dinge, die einst gesagt wurden, mit der Zeit nicht mehr wahr sind.

Nachdem BioWare mit den fehlenden Inhalten in „Anthem“ konfrontiert wurde, verteidigte sich das Unternehmen wie folgt:

„Die Entwicklung von Spielen steckt voller Veränderungen. Es gibt eine Million Gründe, warum man sich mit einer Idee auf den Weg macht, die sich mit der Zeit weiterentwickelt. Das ist in jedem Spiel üblich.

Wir haben so viel geteilt, wie wir konnten. Einige Dinge ändern sich. Die Kosten für die Transparenz liegen also darin, dass einige Dinge, die wir gesagt haben, nicht wahr wurden. Nicht etwa weil jemand unehrlich war, sondern weil sie sich im Laufe der Entwicklung verändert haben.“

In frühen Präsentationen von „Anthem“ waren unter anderem flüssige Übergänge zwischen Fort Tarsis und der offenen Spielwelt zu sehen. Auch vermisst werden im fertigen Spiel Missionsmarkierungen in Freeplay und das Betreten von Missionen aus der offenen Spielwelt heraus.

Auch die Grafik wurde bemängelt. So beklagen sich viele Spieler darüber, dass die optische Präsentation weniger eindrucksvoll als in den ersten Videos ausfiel. Kritisiert wird allerdings auch der allgemeine Mangel an Inhalten, mit dem „Anthem“ durchaus zu kämpfen hat. Der Live-Service-Ansatz soll es richten.

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