Stadia: Google kündigt leistungsstarke Cloud-basierte Plattform an – Termin, Technik, Controller und weitere Details
Google hat mit Stadia eine neue Cloud-basierte Spieleplattform enthüllt, die allen interessierten Spielern die hochqualitativsten Spielerfahrungen auf alle möglichen Plattformen bringen soll. Wir haben euch die wichtigsten Informationen zusammengefasst.

Im Rahmen der Game Developers Conference hat Google eine neue Plattform namens „Stadia“ angekündigt, die gebaut wurde, um jedem Menschen das Spielen zugänglich zu machen. Dabei hatte Phil Harrison, Vizepräsident und General Manager, betont, dass sich die Plattform auf die Spieler konzentriert und den Entwicklern alle Möglichkeiten bietet.

Zudem sei die Idee durch YouTube-Creators vorangetrieben worden, da man Zuschauer, Spieler und Entwickler zusammenbringen möchte. Dafür öffnet man die immensen Datenzentren des Unternehmens für die Entwickler, wodurch sie gewaltige technische Möglichkeiten geboten bekommen, um die bestmöglichen Spielerfahrungen auf den Bildschirm zu zaubern.

Die Zukunft ist keine Box

Im Falle von Stadia bedeutet dies, dass man die Spielerfahrungen auf alle Bildschirme bringen wird, da es sich bei Stadia um keine Konsole handelt, die einen bei der Plattform eingrenzt. Stattdessen handelt es sich um einen Streaming- und Cloud-Dienst, der über Google Chrome unabhängig von der Leistung auf allen möglichen Geräten genutzt werden kann.

Zum Launch werden Laptops, Desktops, Fernseher, Smartphones und Tablets unterstützt, wobei man innerhalb von fünf Sekunden in ein Spiel starten kann. Dafür erwartet einen weder ein Download, eine Installation noch eine Wartezeit. Dabei kann man auch während des Spielens die Plattform wechseln, sodass man nahtlos von einem Smartphone auf einen Fernseher wechseln könnte.

Dabei kann man auch weiterhin die USB-Controller sowie Maus und Tastatur verwenden, die man bereits besitzt. Allerdings bietet Google auch einen speziellen Stadia-Controller in drei unterschiedlichen Farben an, der eine WiFi-Verbindung zum Spiel im Datenzentrum aufbaut und die Plattform direkt erkennt. Darüber hinaus bietet er einen Share-Button, mit dem man direkt Videos auf YouTube hochladen kann. Ein Assistant-Button liefert auch Hilfe über eingebaute Assistenzfunktionen, sodass man auch mit einem Knopfdruck Unterstützung erhalten kann, wenn man in einem Spiel hängen bleibt.

4K, 60 fps, HDR – Unabhängig von dem Endgerät

Doch auch bei der grundsätzlichen Leistung wird es keine Abstriche geben. Zum Launch soll Stadia eine Darstellung in 4K, 60 fps und HDR bieten, wobei auch eine Surround Sound-Unterstützung an Bord sein wird. In Zukunft sollen auch 8K sowie 120+ fps möglich sein. Außerdem wird ein zweiter simultaner Stream im Hintergrund ablaufen, sodass man die Inhalte in 4K und 60 fps auf YouTube bringen kann.

Außerdem hat Google betont, dass man Stadia 10.7 Teraflops verpassen wird. Somit wird eine einzige GPU mehr Leistung als die Xbox One X sowie die PlayStation 4 Pro kombiniert bieten. Im Falle von Stadia soll auch eine Multi-GPU-Entwicklung möglich sein. Die Leistung von Stadia und der Datenzentren sorgt auch dafür, dass man eine geringe Latenz in Multiplayer-Erfahrungen erleben wird. Man muss auch kein Cheating oder Hacking befürchten, da alles über die Datenzentren abgewickelt wird.

Des Weiteren verspricht Google, dass man auch eine vollständige Cross-Plattform-Unterstützung bietet, sodass man sowohl mit anderen Spielern interagieren als auch Speicherstände übernehmen kann. Darüber hinaus eröffnet Stadia neue Möglichkeiten für den Couch-Koop, da die Entwickler keine Leistung opfern müssen, um mehrere Spieler zu unterstützen.

Außerdem wird man weitere Einbindungen mit YouTube bieten, sodass man direkt mit den Content Creatorn interagieren sowie zusammenspielen kann. Abschließend wurde mit Stadia Games & Entertainment auch ein neues Studio enthüllt, das unter der Leitung von Jade Raymond Spielerfahrungen erschaffen soll, die speziell für Stadia entworfen wurden.

Stadia soll 2019 an den Start gehen. Einen konkreten Termin sowie eine Preispolitik enthüllte Google bisher nicht.

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