CD Projekt: Bessere Arbeitsbedingungen und große Kriegskasse für Cyberpunk 2077
CD Projekt Red hat die Absicht, die Mitarbeiter künftig humaner zu behandeln und lange Crunch-Phasen zu vermeiden. Zudem betonte das Unternehmen, dass es eine große Kriegskasse gibt. Zuvor kamen Gerüchte über eine finanzielle Schieflage auf.
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CD Projekt: Bessere Arbeitsbedingungen und große Kriegskasse für Cyberpunk 2077
CD Projekt arbeitet derzeit an "Cyberpunk 2077".

In den vergangenen Monaten wurden häufiger die Arbeitsbedingungen in verschiedenen Studios der Spielebranche thematisiert. Unter anderem beklagten sich einige „Fortnite“-Entwickler darüber, dass der kontinuierliche Nachschub an neuen Inhalten zu einer dauerhaften Crunch-Situation führt.

Auch in anderen Studios scheinen sogenannte Crunch-Times eher die Regel zu sein. Dabei handelt es sich um bestimmte Phasen der Entwicklung, in denen besonders viele Überstunden geleistet werden müssen. Das kann der Moral und Gesundheit schaden.

Crunch-Times sollen vermieden werden

CD Projekt hat in einem aktuellen Statement betont, dass man auf die sogenannten Crunch-Times in Zukunft verzichten möchte. In diesem Zusammenhang wollen der Mitbegründer Marcin Iwiński und der „Cyberpunk 2077“-Director Adam Badowski Schritte unternehmen, die den Entwicklern eine ausgewogene Work-Life-Balance gewährleisten.

„Wir sind dafür bekannt, dass wir die Spieler mit Respekt behandeln“, so Marcin Iwiński. „Daran haben wir hart gearbeitet. Und ich möchte, dass wir auch dafür bekannt sind, dass wir unsere Entwickler mit Respekt behandeln. Wir arbeiten schon seit einer Weile daran. Wir haben den Leuten klar mitgeteilt, dass es bestimmte Momente gibt, in denen wir härter arbeiten müssen – die E3-Demo ist ein gutes Beispiel dafür. Aber wir wollen humaner sein und die Leute mit Respekt behandeln.“

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Viele haben Familien und kleine Kinder

„Wenn sie sich eine Auszeit nehmen müssen, können sie sich eine Auszeit nehmen. Niemand wird missbilligt, wenn er danach verlangt“, so seine weiteren Worte. Badowski ergänzte: „Wir haben auch ein Privatleben. Wir werden älter und die meisten Menschen, die für Crunch verantwortlich sind, haben Familien, kleine Kinder und fühlen sich genauso.“

Wie in nahezu allen Branchen lassen sich Überstunden nicht gänzlich vermeiden. „Manchmal haben wir einzigartige Spezialisten, sehr einzigartige Leute. Und wir können sie nicht klonen. Wir brauchen sie, um an ganz bestimmten Dingen zu arbeiten. Und wir müssen sie bitten, mehr Zeit mit etwas sehr Spezifischem zu verbringen, weil es keine andere Möglichkeit gibt, dies zu tun. Meist handelt es sich um R&D [Forschung und Entwicklung] oder sehr spezielle Anforderungen wie zum Beispiel Tools.“

Keine finanzielle Schieflage

Vor nicht allzu langer Zeit kam das Gerücht auf, dass CD Projekt in eine finanzielle Schieflage gerückt sein könnte, da die Einnahmen schwinden. „The Witcher 3“ ist schon einige Jahre alt und die anderen Projekte des Unternehmens scheinen diese Lücke nicht füllen zu können.

Laut Marcin Iwiński sollt ihr euch aber keine Sorgen machen. Das polnische Studio habe eine „große Kriegskasse“, mit der die Entwicklung von „Cyberpunk 2077“ ohne Probleme finanziert werden kann.

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Grundsätzlich könne es aber immer zu schwierigen Situationen kommen, wenn ein Studio zu einer neuen ambitionierten Marke und neuen Technologien übergeht. „In der gesamten Branche ist es immer die gleiche Geschichte. Wenn man die Technologie ändert und gleichzeitig das Spiel produziert, ist das für die meisten Unternehmen ein Albtraum“, so die Worte von Marcin Iwiński.

Wann „Cyberpunk 2077“ in den Handel kommen soll, ist weiterhin unklar.

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