Cloud-Gaming: PS5 und Xbox Scarlett in Gefahr? Analyst winkt ab
Das Cloud-Gaming ist auf dem Vormarsch. Das bedeutet aber nicht, dass die Konsolen in absehbarer Zeit verschwinden werden. Der Analyst Jelle Kooistra von Newzoo ging kürzlich auf die Hintergründe ein.
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Cloud-Gaming: PS5 und Xbox Scarlett in Gefahr? Analyst winkt ab
Stadia lockt mit einer Leistung, mit denen die Xbox One X und PS4 Pro in den Schatten gestellt werden sollen. Was beim Kunden ankommt, hängt allerdings von der Internetleitung ab.

„Die Zukunft des Gamings steckt nicht in einer Box“, meinte einst das Google Stadia-Oberhaupt Phil Harrison, der zuvor als Xbox-Chef in der Branche aktiv war. Und seine Worte scheinen Gehör zu finden. Slightly Mad, das Studio hinter der Mad Box, die wahrscheinlich gar nicht so heißen darf, gab kürzlich bekannt, dass die Stadia-Ankündigung für abspringende Geldgeber sorgte. Das gesamte Projekt scheint auf der Kippe zu stehen.

Jelle Kooistra glaubt an eine Konsolenzukunft

Doch welchen Einfluss haben die aufkeimenden Streaming-Anbieter auf die klassischen Konsolen wie PlayStation und Xbox und besonders auf die Next-Gen-Hardware PS5 und Xbox Scarlett? Darüber diskutierten in den vergangenen Wochen und Monaten etliche Analysten und Branchenvertreter.

Auch der Analyst Jelle Kooistra von Newzoo meldete sich zu diesem Thema zu Wort. Er glaubt, dass die Konsolen zumindest in den kommenden Jahren nicht vom Streaming abgelöst werden. Vielmehr sei eine Koexistenz zu erwarten.

„Cloud-Gaming wird das Konsolen- oder klassische ‚Box‘-Gaming nicht in der näheren Zukunft ersetzen“, so Jelle Kooistra. „Sie werden vielmehr nebeneinander existieren und potenzielle Verbraucher auf zwei verschiedene Arten ansprechen. Cloud-Gaming wird in den nächsten fünf Jahren die lokalen Download-Spiele nicht überholen.“

Laut der Angabe des Analysten sprechen die beiden Produkte recht unterschiedliche Verbrauchergruppen an. Während bisherige Konsolenspieler eher dem hardwarebasierten Gaming treu bleiben werden und dafür höhere Einstiegskosten in Kauf nehmen, könnten die mit dem Mobile-Gaming aufwachsenden Gamer eher dazu geneigt sein, den Streaming-Angeboten eine Chance zu geben.

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„Für diejenigen, die bereit sind, ernsthaft Geld in ein Konsolen-Setup zu investieren, werden Sony, Microsoft und Nintendo großartige Produkte mit einer großartigen Bibliothek an Inhalten, großartiger Grafik und stabiler Leistung bereitstellen“, so Kooistra abschließend. Für alle anderen Spieler sei das Streaming hingegen ein guter Einstieg, der keine hohen Summen erfordert.

An anderer Stelle wird gar erwartet, dass der Umsatz mit Konsolen steigen wird. Nachdem es 2017 noch 39,9 Milliarden US-Dollar waren, sollen es bis 2023 ganze 49,3 Milliarden US-Dollar werden.

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