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Sony: Deal mit Microsoft auch für PlayStation-Sparte überraschend
Den Quellen von Bloomberg zufolge war Sonys PlayStation-Abteilung nicht in die Kooperation mit Microsoft eingeweiht. Erst im Zuge der öffentlichen Ankündigung wurde sie davon in Kenntnis gesetzt.
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Sony: Deal mit Microsoft auch für PlayStation-Sparte überraschend
Die Kooperation zwischen Sony und Microsoft wurde in der vergangenen Woche von den Führungsleuten enthüllt. Sony CEO Kenichiro Yoshida links und Microsoft CEO Satya Nadella rechts. (Quelle: Sony)

In der vergangenen Woche erfolgte recht überraschend die Ankündigung einer Kooperation zwischen Sony und Microsoft. Sie umfasst die Entwicklung neuer Cloud-Lösungen. Einzelheiten zu den Plänen findet ihr hier.

Die Ankündigung erfolgte aber nicht nur für die Konsumenten recht überraschend. Auch Sonys PlayStation-Abteilung habe davon nichts gewusst. Das berichtet die englischsprachige Publikation Bloomberg. In einem Bericht heißt es, dass die Entscheidung von Sony getroffen wurde und die PlayStation-Abteilung erst davon erfuhr, als die öffentliche Ankündigung erfolgte.

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Im Bloomberg-Bericht wird betont, dass die Verhandlungen zwischen Sony und Microsoft im vergangenen Jahr in die Wege geleitet wurden. Involviert war das Top-Management von Sony, nicht aber die PlayStation-Division, die laut Bloomberg nicht an den Gesprächen teilnahm.

Nach der Bekanntgabe der Pläne mussten Manager die Mitarbeiter beruhigen und ihnen versichern, dass die Pläne für die Next-Gen-Konsole davon unberührt bleiben und nicht beeinträchtigt werden.

Antwort auf Stadia und Co

Die Kooperation von Sony und Microsoft ist unter anderem eine Antwort auf kommende Streamingdienste wie Google Stadia, glaubt ein Analyst: „Sony fühlt sich von diesem Trend und dem mächtigen Google bedroht und hat beschlossen, den Aufbau seiner Netzwerkinfrastruktur Microsoft zu überlassen“, so Amir Anvarzadeh, Stratege von Asymmetric Advisors. „Warum sollten sie mit dem Feind schlafen, wenn sie sich nicht bedroht fühlen?“

Sonys Aktienkurs stieg am Freitag um nahezu zehn Prozent. Neben der Kooperation mit Microsoft kündigte das Unternehmen einen Rekordrückkauf von Aktien an. Analysten wiesen zugleich darauf hin, dass Sonys CEO Kenichiro Yoshida schnell auf eine sich wandelnde Videospielbranche reagiert, was sich positiv auswirkte.

Das alles untermauert „ein neues Sony“ und sollte von Investoren begrüßt werden, schrieb SMBC Nikko Securities Inc. Analyst Ryosuke Katsura in einem Bericht. „Das Management passt sich schnell den Veränderungen an.“

Sony schon seit Jahren auf dem Cloud-Markt aktiv

Sony zählt zu den ersten aktiven Unternehmen auf dem Cloud-Markt. 2012 erwarb der PlayStation-Hersteller das US-Startup Gaikai Inc. für 380 Millionen US-Dollar. Drei Jahre später wurde PlayStation Now eingeführt. Der Dienst verfügt derzeit über 700.000 zahlende Abonnenten. Allerdings kann die Konnektivität nicht immer überzeugen. „PlayStation Now wurde zu einem sehr eingeschränkten Dienst“, so David Cole, Gründer und CEO von DFC Intelligence.

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An dieser Stelle soll die Kooperation offenbar ansetzen. Zu beachten ist allerdings: Laut IHS Markit werden Cloud-Spiele bis 2023 nur zwei Prozent des Branchenumsatzes ausmachen. Aus diesem Grund werdet ihr nicht allzu bald auf traditionelle Konsolen verzichten müssen.

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