Take-Two: Lootboxen sind ein „vernünftiger Mechanismus“
Take-Two betrachtet Lootboxen als eine akzeptable Einnahmequelle, auch wenn das Unternehmen in der Vergangenheit nicht viel Geld damit verbuchen konnte. Lootboxen sorgen beim Publisher lediglich für einen zu vernachlässigen Anteil der Einnahmen.
All
Take-Two: Lootboxen sind ein „vernünftiger Mechanismus“
Lootboxen kommen unter anderem in den "NBA"-Spielen zum Einsatz.

Lootboxen und Mikrotransaktionen waren in den vergangenen Jahren ein großes Thema, das unter anderem von der missbräuchlichen Nutzung in „Star Wars Battlefront 2“ ausgelöst wurde. Über die nachteiligen Auswirkungen wurde in der Vergangenheit viel diskutiert. Und verschiedene Länder dieser Welt haben begonnen, die Verwendung in Spielen zu reglementieren.

Auch Take-Two Interactive ging in der jüngsten Telefonkonferenz auf dieses Thema ein. Der Take-Two-CEO Strauss Zelnick wurde zunächst gebeten, sich zu den Lootboxen zu äußern. Laut seiner Aussage handelt es sich dabei um etwas, mit dem sich Take-Two in der Vergangenheit beschäftigt hat. Das berühmteste (oder auch berüchtigtste) Beispiel sind die „NBA 2K“-Spiele.

Ein vollkommen vernünftiger Mechanismus

Zelnick sieht die Beutekisten als „einen vollkommen vernünftigen Mechanismus“ an. Dennoch räumte der CEO ein, dass Lootboxen und das Geld, das Take-Two damit verdient, nur ein sehr kleiner Teil der „finanziellen Gleichung“ sind. Lootboxen scheinen für das Unternehmen somit nicht allzu wichtig zu sein.

„Diese Mechaniken waren im vergangenen Geschäftsjahr für weniger als drei Prozent unserer Nettoumsätze verantwortlich. Daher sind sie für uns kein westlicher Bestandteil“, so Zelnick. „Wir haben die Mechaniken in der Vergangenheit verwendet. Also ist es etwas, das wir gesehen und für in Ordnung befunden haben.“

Die weltweite Kritik ging auch an Take-Two nicht vorbei: „Vor allem international hat es reichlich Lärm gegeben. Wie ich bereits sagte, halten wir es für einen absolut vernünftigen Mechanismus, der jedoch nur einen sehr kleinen Teil unseres Geschäfts ausmacht“, so Zelnick weiter.

Mehr: PS5 & Xbox Scarlett – Take-Two glaubt an einen flüssigen Generationswechsel

Tatsächlich setzt Take-Two die Lootboxen in den meisten Spielen nur sehr dezent ein. Die beiden Neuveröffentlichungen „Borderlands 3“ und „The Outer Worlds“ verzichten darauf, auch wenn „Borderlands 3“ kosmetische Mikrotransaktionen enthalten wird.

(*) Bei Links zu Amazon, Media Markt, Saturn und einigen anderen Händlern handelt es sich in der Regel um Affiliate-Links. Bei einem Einkauf erhalten wir eine kleine Provision, mit der wir die kostenlos nutzbare Seite finanzieren können. Ihr habt dabei keine Nachteile.