Telltale: Dokumentation blickt hinter die Kulissen des Untergangs des Entwicklerstudios
Mit einer neuen Dokumentation gewährt man uns noch einmal einen Einblick in die Schließung des Entwicklerstudios Telltale Games und die Prozesse, die zu dem Niedergang führten.
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Telltale Games hatte sich seit der Gründung im Jahre 2004 mit Adventure-Spielen wie der „Sam & Max“-Reihe einen Namen gemacht, ehe 2012 mit der ersten Staffel von „The Walking Dead: A Telltale Series“ auch der kommerzielle Durchbruch gelang. Das Entwicklerstudio schien die eigene Nische und Formel für narrative Adventures gefunden zu haben.

Kreativer Stillstand und mangelnde Führung

In den folgenden Jahren folgten Titel wie „The Wolf Among Us“, „Game of Thrones“, „Tales from the Borderlands“, „Minecraft: Story Mode“, „Batman: The Telltale Series“ und auch „Guardians of the Galaxy: The Telltale Series“, die allesamt nicht allzu stark von der 2012 etablierten Formel abwichen. Diese Stagnation im kreativen Bereich wirkte sich über die Jahre stark auf die Verkaufszahlen aus, sodass viele Spieler Ermüdungserscheinungen zeigten.

Durch die hohe Anzahl an Projekten und der kreativen Sackgasse, in die man sich manövriert hatte, geriet das Entwicklerstudio in eine finanzielle Schieflage, die letztendlich zur Insolvenz und der Schließung von Telltale Games im November 2018 führen sollten.

Inzwischen hat Noclip eine neue Dokumentation veröffentlicht, mit der man noch einmal hinter die Kulissen des Untergangs von Telltale Games blickt. Einige der Mitarbeiter sprechen über ihre Sicht der Entwicklung des Studios und den etwaigen Zerfall. Die früheren Telltale-Angestellten Kent Muddle (Cinematics Artist), Emily Grace Buck (Narrative Designer), Caroline Liddick (Community Media Manager) und Paul Mastroianni (Executive Assistant) kommen in der Dokumentation zu Wort.

Dabei gehen die Mitarbeiter auf das Miteinander im Studio, die Arbeitsprozesse und die Probleme ein, die aufgetreten waren. Durch die Schließung von Telltale Games sind letztendlich mehrere Projekte und Arbeitsstunden im Müll gelandet.

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