Nintendo: Switch-Hersteller schaut sich das Streaming an – Eine „interessante Technologie“
Nintendo ist am Game-Streaming interessiert. Momentan liegt der Fokus auf physischen Spielen und Downloads. Allerdings hat der Switch-Hersteller die Cloud-Technologien im Blick und prüft die neuen Möglichkeiten.

Das Game-Streaming ist ein Thema, das uns schon seit Monaten begleitet und auch in den kommenden Jahren präsent sein wird. Sony verfügt über PlayStation Now, Microsoft arbeitet an Project xCloud und mit Google Stadia kommt in diesem Jahr ein neuer Mitbewerber auf den Markt.

Doch was hält Nintendo vom Game-Streaming? Hat das Unternehmen die Absicht, einen eigenen Dienst zu etablieren? Das Videospielunternehmen folgt seit jeher einem eigenen Takt und widersetzte sich in der Vergangenheit nicht selten größeren Branchentrends zugunsten einer eigenen einzigartigen Vision. Dieses Konzept ging meist auf.

Zugriff auf 30 Jahre Mario zum Pauschalpreis?

Doch angesichts der traditionsreichen Gaming-Geschichte des Unternehmens ist ein inhaltlicher Ansatz im Netflix-Stil für Nintendo vermutlich eine sinnvolle Sache. Stellt euch vor, ihr zahlt zehn Euro pro Monat und erhaltet einen Zugang zu 30 Jahren „Mario“, „Zelda“ und ähnlichen Marken.

Tatsächlich scheint das japanische Unternehmen an einem vergleichbaren Szenario interessiert zu sein. In einem Interview mit TechCrunch gab Charlie Scibetta, Executive von Nintendo of America, zu verstehen, dass das Cloud-Konzept etwas sei, über das man im Unternehmen nachdenkt.

„Streaming ist mit Sicherheit eine interessante Technologie“, so der Mann gegenüber TechCrunch. „Nintendo hat es genau im Blick und wir bewerten es. Wir haben derzeit nichts in Bezug auf das Aufgreifen dieser Technologie, was wir bekannt geben könnten. Für uns stehen noch immer physische Spiele und digitale Downloads über unseren eShop im Fokus“, so Scibetta.

Ohnehin scheint ein anderes Thema für Nintendo derzeit wichtiger zu sein. Gerüchten zufolge arbeitet das Unternehmen an zwei neuen Switch-Modellen, die in diesem Jahr auf den Markt kommen könnten. Die Produktion soll bereits in trockenen Tüchern sein.

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Die Aussage von Scibetta deckt sich übrigens mit den Worten von Doug Bowser, Chef von Nintendo of America. Gegenüber The Hollywood Reporter sagte er kürzlich: „Wir sind immer daran interessiert, wie unterschiedliche neue Technologien verschiedene Arten des Spielens ermöglichen können.“

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