Take-Two: Zeit zwischen den Veröffentlichungen soll verringert werden – Mehr GTA und Red Dead?
Take-Two ist kein Unternehmen, das die großen Marken im jährlichen Rhythmus auf den Markt bringt. Eine Ausnahme bilden Sportspiele. Aber auch bei den anderen Blockbustern soll die Wartezeit künftig reduziert werden. Wie der Publisher das angehen möchte, verriet Strauss Zelnick in einem Interview.
Take-Two: Zeit zwischen den Veröffentlichungen soll verringert werden – Mehr GTA und Red Dead?
Acht Jahre Wartezeit sollen es künftig nicht mehr werden.

Abgesehen von den Sportspielen lässt Take-Two die Marken des Unternehmens eine Weile ruhen, bis ein neuer Teil auf den Markt gebracht wird. Das gilt nicht nur für „Grand Theft Auto“, sondern auch für Reihen wie „Red Dead“ und „BioShock“.

Dafür gibt es Gründe: AAA-Spiele sind größer und teurer als je zuvor. Und herunterladbare Inhalte und Angebote wie „Grand Theft Auto Online“ binden die Entwickler länger an die veröffentlichten Titel. Wie der Take-Two-Chariman und CEO Strauss Zelnick auf der E3 2019 zu verstehen gab, sollen die erheblichen Pausen zwischen den Veröffentlichungen der großen AAA-Spiele dennoch reduziert werden.

Acht Jahre sind wahrscheinlich zu lang

„Wir glauben daran, dass es eine große Sache ist, die Titel ruhen zu lassen. Ich war vor zwölf Jahren ein echter Außenseiter, als wir sagten, dass es keinen Sinn macht, Nicht-Sport-Titel jährlich zu veröffentlichen. Und heute würden die meisten Leute zustimmen. Aber ich denke, acht Jahre sind wahrscheinlich zu lang“, so Zelnick.

„Red Dead Redemption 2“ kam 2018 auf den Markt und damit acht Jahre nach dem Vorgänger aus dem Jahre 2010. Ganz so lange Wartezeiten gab es bei der „GTA“-Reihe bislang nicht. Zwischen „GTA 4“ und „GTA 5“ liegen fünf Jahre, die mit allerlei Erweiterungen sowie „Chinatown Wars“ überbrückt wurden.

„Grand Theft Auto 5“ kam ursprünglich 2013 auf den Markt. Sollte Zelnick tatsächlich auf den Abstand von acht Jahren verzichten, müsste „GTA 6“ vor 2021 folgen. Auch die Fans der „BioShock“-Reihe warten seit der Veröffentlichung von „BioShock Infinite“ im Jahr 2013 auf ein neues Spiel.

Größere Teams und bessere Tools

Auf die Frage, wie die Zeitabstände zwischen den Veröffentlichungen verkürzt werden können, verwies Zelnick auf größere (und bessere) Teams sowie verbesserte Entwicklungstools. Auch könnte der neue Trend, Spiele nach der Veröffentlichung weiter auszubauen, behilflich sein.

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„Es ist möglich, dass Spiele in bestimmten Fällen etwas kürzer sind als früher“, so Zelnick. „Es ist möglich, dass die Fähigkeit, Inhalte nach der initialen Veröffentlichung eines Hits über einen langen Zeitraum bereitzustellen, dazu führen würde, dass die ursprüngliche Veröffentlichung in Bezug auf die Stunden an Gameplay möglicherweise nicht so lang ist wie früher, als es alles war, was ihr bekommen habt.“

Das soll aber nicht bedeuten, dass Zelnick eine deutliche Veränderung gegenüber dem Trend der AAA-Publisher sieht, nach „weniger, größeren, besseren“ Titeln zu streben. „Ich denke immer noch, dass es eine ‚weniger, größer und besser‘-Strategie sein wird“, so seine abschließenden Worte.

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