Xbox Scarlett: Spencer über weitere Generation, Preis, Sony, Xbox Game Pass, xCloud und mehr
Nach der Xbox Scarlett wird offenbar eine weitere Konsolengeneration angestrebt. Feste Pläne gibt es laut Phil Spencer zunächst nicht. Auch sprach er in einem E3-Interview über die Preisgestaltung, das Streaming und den Xbox Game Pass.

In einem im Zuge der E3 2019 durchgeführten Interview widmete sich der Xbox-Chef Phil Spencer der Xbox Scarlett, der Konkurrenz und dessen Verzicht auf die E3 2019.

Zunächst einmal: Die Xbox Scarlett soll nicht die letzte Konsole des Unternehmens sein. In der Vergangenheit kamen vereinzelt Gerüchte über einen Rückzug vom Hardware-Markt auf. Denkbar wäre es beispielsweise gewesen, dass sich die Redmonder mit dem Xbox Game Pass auf die Software fokussieren und diese auf die anderen Plattformen bringen. Das scheint allerdings nicht der Plan zu sein.

Microsoft weiß aber noch nicht so recht, was das nächste System bieten wird. Letztendlich fühlt sich das Unternehmen dazu verpflichtet, eine neue Hardware herauszubringen, auch wenn es dafür noch keinen Zeitplan gibt. Die Herausforderung für Microsoft bestehe darin, über die nächste Evolution des Gamings nachzudenken und dann eine Konsole dafür zu entwickeln.

Noch kein finaler Name

Scarlett ist übrigens nicht der finale Name der neuen Xbox. Laut Spencer wurde von  Microsoft noch keine endgültige Bezeichnung festgelegt. „Ich weiß ehrlich gesagt nicht, wie der Name lautet. Wir haben keine Namensliste“, so seine Worte.

Mehr: Xbox Scarlett – Microsoft spricht über den Preis und First-Party-Kapazitäten in Japan

Es wird jedoch gemunkelt, dass Project Scarlett der übergeordnete Name von Microsofts Konsolenstrategie der nächsten Generation ist, die sowohl ein High-End-System mit dem Codenamen Anaconda als auch ein Modell mit niedrigerer Spezifikation mit dem Codenamen Lockhart umfasst. Auf der Messe widmete sich Microsoft lediglich dem High-End-Modell.

Preis steht noch nicht fest

In Bezug auf die Preisgestaltung gebe es ein „Fenster“, das Microsoft im Visier hat. Ein fester Betrag wurde offenbar noch nicht gewählt. Ein Problem, das die Angelegenheit erschweren könnte, ist der von Präsident Trump vorgeschlagene 25 Prozent-Zoll für in China hergestellte und in die USA versandte Elektronik, so Spencer. Erst gestern sickerte durch, dass Nintendo die Produktion der Switch von China nach Südostasien verlagert, um die potenziellen Zölle zu umgehen.

Spencer über Abwärtskompatibilität und Game Pass

Ein weiteres Thema des Interviews war die Abwärtskompatibilität der Xbox Scarlett. Microsoft möchte die Einkäufe, die Leute auf älteren Plattformen vorgenommen haben, respektieren. Daher wird die Xbox Scarlett „Tausende“ von Spielen aus vier Generationen von Xbox-Systemen unterstützen. Aufgrund von Lizenzvereinbarungen und anderen geschäftlichen Vereinbarungen funktioniert möglicherweise nicht jedes ältere Spiele auf der neuen Hardware.

Spencer sprach außerdem über Xbox Game Pass und betonte, dass eine Situation erschaffen werden soll, in der Entwickler in erster Linie zur Xbox kommen, weil sie wissen, dass sie ein Spiel in einem Katalog an den Start bringen können, auf den Millionen Abonnenten einen Zugriff haben und diese nur einen Knopfdruck von ihren Spiel entfernt sind.

In Bezug auf das Streaming von Spielen erklärte das Xbox-Oberhaupt, dass es wahrscheinlich noch einige Jahre dauern wird, bis Streaming die beliebteste und am weitesten verbreitete Art ist, Spiele zu nutzen. Derzeit und auf absehbare Zeit sei das Spielen auf lokaler Hardware der beste Weg, um neue Spiele wie „Cyberpunk 2077“ zu erleben. Seid ihr jedoch auf einem Smartphone oder einem anderen Gerät aktiv, könnte Project xCloud die erste Wahl sein.

Die Xbox soll zur Nummer 1 werden

Abschließend wurde der Konkurrent Sony angesprochen. Spencer hat die Absicht, die Xbox zur Nummer 1 auf dem Markt zu machen. Microsoft sei in diesem Bereich „so wettbewerbsfähig wie jeder andere“. Das heißt aber nicht, dass er Sony leiden sehen möchte.

In Bezug auf die Xbox Scarlett sagte Spencer, dass rohe Leistung „sehr wichtig“ sei . Er weiß nicht, wie sich die Spezifikationen von Project Scarlett mit denen der PS5 vergleichen lassen. Es wird allerdings erwartet, dass es keine allzu großen Leistungsunterschiede geben wird, sodass der Wettbewerb auf den Preis und die Markentreue reduziert werden kann.

Mehr: Xbox Scarlett – Next-Gen-Konsole angekündigt – Release Ende 2020

Letztendlich strebt Spencer „den ersten Platz an“. Ziel des Xbox-Teams sei es, in der Konsolensparte  führend zu sein. Davon abgesehen zeigte sich Phil Spencer nicht begeistert davon, dass Sony der E3 2019 fernblieb. Gleiches gilt für Activision. Die E3 sei aufgrund der Abwesenheit nicht so gut. Nachfolgend könnt ihr euch das komplette Interview anhören.

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