Watch Dogs Legion: Fans sollen Musik beisteuern – Aufruf sorgt für Kritik – Statement von Ubisoft
In "Watch Dogs Legion" werden Musikstücke zu hören sein, die von der Community stammen. Der Aufruf sorgte innerhalb der Branche für reichlich Kritik.
Watch Dogs Legion: Fans sollen Musik beisteuern – Aufruf sorgt für Kritik – Statement von Ubisoft
"Watch Dogs Legion" kommt 2020 auf den Markt.

Update: Ubisoft hat sich inzwischen mit einem Statement zu den Vorwürfen geäußert und darauf verwiesen, dass es sich bei den Songs, die über HitRecord in das Spiel einfließen werden, nur um einen kleinen Teil der Auswahl handelt.

„Das Audio-Team von Watch Dogs Legion arbeitet weltweit mit professionellen Künstlern und Komponisten an mehr als 140 lizenzierten Songs sowie am Original-Score für das Spiel“, heißt es auf Twitter. „Die zusätzlichen Beiträge aus der HitRecord-Community, unabhängig davon, wie groß oder klein, sind komplett freiwillig und verstehen sich als eine Chance, die eigenen kreativen Werke im Spiel zu haben.“

Meldung vom 15. Juli 2019: Falls ihr musikalisch begabt seid und schon das eine oder andere Mal ein Musikstück erschaffen habt, eröffnet sich für euch eine Chance, eure Kreationen in das kommende „Watch Dogs Legion“ einfließen zu lassen. Ubisoft arbeitet bei der Entwicklung des Spiels mit HitRecord zusammen, das dem Schauspieler Joseph Gordon Levitt gehört.

Im Rahmen dieser Zusammenarbeit bekommt die Community die Möglichkeit, Musik für das Spiel zu erschaffen. In diesem Zusammenhang bittet HitRecord die Fans darum, zehn Songs für „Watch Dogs Legion“ zu kreieren, die in Radiosendern und auch in den Umgebungen der Spielwelt zu hören sein werden.

Die Komponisten der zehn Songs, die von HitRecord ausgewählt werden, erhalten eine Vergütung in Höhe von 2.000 US-Dollar. Dieser Betrag wird an alle beteiligten Personen aufgeteilt. Außerdem werden die Namen der Ersteller in den Credits von „Watch Dogs Legion“ erwähnt. Alle Komponisten, die nicht ausgewählt werden, gehen komplett leer aus.

Aufruf sorgt für Kritik

2.000 US-Dollar sind ein vergleichsweise geringer Betrag für ein derartiges Multi-Millionen-Projekt. Und diesen erhalten nicht einmal alle Beteiligten, was reichlich Kritik nach sich zog. „Das ist zum Kotzen. Bezahle die Leute für ihre Arbeit. Höre auf, Fans und Hobbyisten auszubeuten“, so Mike Bithell, Schöpfer von „Thomas was Alone“. Er bemängelt, dass die Arbeit der Komponisten soweit abgewertet wird, dass keine konstante Bezahlung für die geleistete Arbeit erwartet wird. „Mach es besser, Ubi, wir zählen auf dich“, heißt es weiter.

Mehr: Watch Dogs Legion – Etwa 9 Millionen spielbare Charaktere

Und Bithell ist nicht der einzige Kritiker: „Widerlich. Joseph Gordon-Levitt hat einen Gewerkschaftsvertrag, verscherbelt jedoch Spezialarbeiten für ein Milliarden-Dollar-Unternehmen. Die Spielebranche missbraucht unsere Leidenschaft, um Hungerlöhne zu zahlen. Und dies ist der nächste logische Schritt: Die Forderung nach unbezahlter Arbeit für ein Produkt, mit dem Millionen verdient werden“, betont GWU Los Angeles, eine Vereinigung von Mitarbeitern der Videospielindustrie.

„Watch Dogs Legion“ wird am 6. März 2020 für PC, Xbox One und PlayStation 4 auf den Markt kommen.

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