Steam: Das aktuelle Geschäftsmodell ist laut Ubisoft unrealistisch
Bei Ubisoft ist man von dem aktuellen Steam-Geschäftsmodell offenbar nicht begeistert. Laut einem leitenden Mitarbeiter des französischen Publishers sei das Geschäftsmodell unrealistisch.
PC

Seit dem letzten Jahr hat Steam mit dem Epic Games Store einen Konkurrenten, der sich in aller Regelmäßigkeit mit Exklusivverträgen verschiedene Titel sichert. Unter anderem konnte sich der Epic Games Store die Exklusivität der Ubisoft-Spiele sichern, sodass Titel wie „Tom Clancy’s Ghost Recon Breakpoint“ oder auch „Watch Dogs Legion“ nicht via Steam erscheinen werden.

Nicht mehr zeitgemäß

Gegenüber der New York Times sprach Chris Early, VP of Partnerships and Revenue bei Ubisoft, über Steam und verpasste Valves Geschäftsmodell eine schmetternde Kritik.

„Es ist unrealistisch, das aktuelle Geschäftsmodell, das sie haben. Es spiegelt nicht wieder, wo sich die Welt in Bezug auf den Spielevertrieb in der heutigen Zeit befindet.“

Allerdings hat Early nicht konkret erläutert, auf welchen Aspekt des Geschäftsmodells er sich bezieht. Vermutlich spielt er auf die Aufteilung des Profits an, die sich zwischen Steam und dem Epic Games Store deutlich unterscheiden. Während Entwickler und Publisher lediglich 70 Prozent der Einnahmen via Steam erhalten, bekommen sie im Epic Games Store satte 88 Prozent gutgeschrieben.

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Im Falle von „Tom Clancy’s The Division 2“ hat sich die Epic Games Store-Veröffentlichung zumindest gelohnt. So stiegen die Verkaufszahlen um das Zehnfache, nachdem man sich gegen Steam entschieden hatte. Im Weiteren betonte auch Epic Games-Geschäftsführer Tim Sweeney, dass die Stores eine Menge Profite der Spieleindustrie einstreichen und es an der Zeit sei diesen Kreislauf zu durchbrechen.

In den letzten Monaten sollte eine Sache klar geworden sein. Valve wird sich für Steam neue Wege einfallen lassen müssen, wenn sie auf lange Sicht nicht vom Epic Games Store verdrängt werden wollen.

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