Double Fine: Hauseigenes Indie-Label steht womöglich vor dem Aus
In einem aktuellen Interview betonte Double Fine-Oberhaupt Tim Schafer, dass man das hauseigene Indie-Label Double Fine Presents schließen könnte. Aktuell denkt man über den Nutzen des Labels nach, nachdem man im Sommer von Microsoft aufgekauft wurde.
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Double Fine Productions hatte seit 2014 ein gut funktionierendes Indie-Label aufgebaut, um verschiedene Indie-Titel zu veröffentlichen. Unter dem Banner von „Double Fine Presents“ erschienen „Escape Goat 2“, „Last Life“, „Mountain“, „Gang Beasts“, „GNOG“, „Ooblets“ und zuletzt „Knights and Bikes“.

Ein Publisher innerhalb eines Publishers

Allerdings wurde Double Fine Productions in diesem Jahr von Microsoft aufgekauft und ist fortan nicht mehr unabhängig unterwegs. Dieser Umstand bringt auch Double Fine-Chef Tim Schafer zum Nachdenken, da das hauseigene Indie-Label überflüssig geworden zu sein scheint. Deshalb könnte eine Schließung von Double Fine Presents durchaus im Raum stehen.

Laut Schafer sei es noch ungewiss, wie sich das Indie-Label weiterentwickeln wird. Seiner Ansicht nach macht es keinen Sinn, wenn man die Publishing-Arbeit übernimmt, die man eigentlich selbst nicht kann, da die Plattformen begrenzt sind. Allerdings wird auch der geschäftliche Nutzen angezweifelt, da es strukturell nicht allzu sinnvoll ist, ein Publisher innerhalb eines anderen Publishers zu sein.

Mehr: Double Fine – Tim Schafer begründet Aufkauf durch Microsoft

Selbstverständlich könne man weiterhin die „Days of the Devs“ veranstalten, die jährlich Indie-Titeln eine größere Plattform bieten. Die Besucher können die Entwickler persönlich kennenlernen und ihnen Input für ihre Titel geben. Dadurch lassen sich in kurzer Zeit 70 bis 80 Spiele verbessern. Zukünftig würde man jedoch nicht mehr den eigenen Namen an die Veranstaltung binden und sich nicht am Gewinn beteiligen.

Jedoch hat Tim Schafer betont, dass bisher noch nicht klar ist, ob man Double Fine Presents tatsächlich ad acta legt.

Quelle: VG247

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