Ubisoft: Offene Welten werden so schnell nicht mehr kleiner – Preismodell ist weiterhin rentabel
In Zukunft wird Ubisoft weiterhin auf gigantische offene Welten setzen, auch wenn man kürzere Erfahrungen in die Spiele einbinden wird. Allerdings werden mehrere Erfahrungen und Geschichten in den Welten geboten.
Ubisoft: Offene Welten werden so schnell nicht mehr kleiner – Preismodell ist weiterhin rentabel
In "Ghost Recon Breakpoint" wird die Spielwelt ein weiteres Mal deutlich größer als im Vorgänger ausfallen.

In den letzten knapp zehn Jahren hat Ubisoft verstärkt den Fokus auf die Entwicklung von Open-World-Spielen gelegt. Neben „Assassin’s Creed“, „The Division“ oder auch „Far Cry“ bieten heutzutage auch Marken wie „Ghost Recon“ sowie „Watch Dogs“ immer größere offene Spielwelten an, die bis zum Rand mit Inhalten gefüllt sind.

Kurze Geschichten sind auch in riesigen Welten zu finden

Durch das Wachstum der Spielwelten steigert sich auch in aller Regel die Spielzeit, die man benötigt, um das jeweilige Abenteuer abzuschließen. In einem aktuellen Interview mit GamesIndustry.biz sprach Ubisoft-CEO Yves Guillemot über die eigene Firmenpolitik in Bezug auf Open-World-Spiele.

Dabei wurde er gefragt, ob das Unternehmen plant, jemals zu fokussierteren Werken wie „Assassin’s Creed Unity“ zurückzukehren, deren Geschichte in knapp 15 bis 20 Stunden durchgespielt werden kann. Dazu sagte Guillemot:

„Nein. Unser Ziel ist es sicherzustellen, dass man ein Unity in einem Odyssey haben kann. Wenn man eine Geschichte von 15 Stunden haben möchte, kann man sie haben, aber man kann auch andere Geschichten haben. Man lebt in der Welt und verfolgt, was man verfolgen möchte. Man hat eine Erfahrung, viele Unity-ähnliche Erfahrungen.“

Des Weiteren kam man auf das Preismodell von Videospielen zu sprechen. Während die Budgets der Entwicklungen immer weiter anwachsen, bleibt der Kostenpunkt der Konsumenten mit rund 70 Euro für ein Vollpreisspiel stabil. Kann man dieses Preismodell beibehalten?

„Es kann aufrechterhalten werden, da die Welt groß und die Anzahl an Spielern, die unsere Spiele spielen kann, immens ist. Was wir in den letzten paar Jahren gesehen haben, ist, dass die Anzahl an Spielern, die unsere Spiele spielen, konstant wächst. Es erschließen sich neue Märkte und Spiele leben deutlich länger als zuvor. Zum aktuellen Zeitpunkt sehen wir, dass wir die Investitionen weiterhin steigern können, da wir wissen, dass wir ziemlich lange unsere Investitionen wieder einspielen.“

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Außerdem unterstützt man die Spiele auch lange nach der eigentlichen Veröffentlichungen. Dabei setzt Ubisoft nicht nur auf Mikrotransaktionen für kosmetische Gegenstände. Vielmehr werden auch am Spiel selbst Änderungen und Verbesserungen vorgenommen, die die Spieler meist zu schätzen wissen.

„Unsere Teams hören nach der Veröffentlichung des Spiels nicht auf. Wir haben riesige Teams, die weiterhin Inhalte für Spieler erschaffen, damit sie in den Universen verweilen, in denen sie gerne sind. Der Fakt, dass wir einige Spieler haben, die Gegenstände in diesen Spielen kaufen, gibt unseren Teams die Möglichkeit weiterhin zusätzliche Inhalte zu erschaffen.“

Somit sollte man nicht damit rechnen, dass Ubisoft in naher Zukunft von dem erfolgreichen Modell absieht und die Welten sowie Spiele wieder verkleinert.

Quelle: GamesIndustry.biz

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