Xbox Scarlett vs PS5: Microsoft möchte konkurrenzfähig starten – Keine weiteren Studio-Käufe geplant
Die Xbox One verweilt wie auch die PS4 seit 2013 auf dem Markt. Allerdings entwickelten sich beide Konsoen sehr unterschiedlich. Mit der Xbox Scarlett möchte Microsoft das einstige Launch-Desaster nicht wiederholen.
PS5

Microsoft legte mit der Xbox One keinen sehr erfolgreichen Start in die aktuelle Konsolengeneration hin. Es gab zu viele Fehlentscheidungen, darunter die einstigen Pläne für ein Rechtemanagement, das Nachteile für die Kunden brachte, der Fokus auf eine Multimedia-Konsole und der Preis, der deutlich über dem Betrag lag, der für die leistungsfähigere PS4 fällig wurde.

Während Sony mit der PS4 kürzlich die Marke von 100 Millionen Auslieferungen überschreiten konnte, gibt Microsoft zur Xbox One seit Jahren keine Zahlen preis. Schätzungen zufolge könnte sie bei etwa 45 Millionen Auslieferungen angekommen sein.

Preis und Leistung sollen stimmen

Mit der Xbox Scarlett möchte Microsoft das Desaster nicht wiederholen. Laut Phil Spencer verfolgen die Redmonder das Ziel, eine konkurrenzfähige Konsole auf den Markt zu bringen, was sowohl für den Preis als auch die Leistung gilt.

„Wenn man sich an den Start dieser Generation erinnert, dann waren wir um hundert Dollar teurer. Und ja, wir hatten weniger Power. Wir haben Project Scarlett mit diesem Führungsteam und dem Ziel gestartet, Markterfolge zu erzielen“, so Spencer.

Weitere Konsolen geplant? Während die Xbox Scarlett noch gar nicht auf dem Markt verweilt, glaubt Spencer, dass es nicht die letzte Konsolengeneration des Unternehmens sein wird. In vorangegangenen Gerüchten war die Rede davon, dass sich Microsoft aus dem Hardware-Markt zurückziehen und den Xbox Game Pass für zahlreiche weitere Plattformen anbieten könnte.

Zu den möglichen Generationen erklärte Spencer: „Wir hatten vor Jahren die Diskussion: ‚Wollen wir noch eine Generation machen?‘ Ja, und glauben wir, dass mehrere Generationen vor uns liegen werden? Ich denke tatsächlich, dass es wahrscheinlich ist. Wir gehen also aufs Ganze. Wir gehen mit  Project Scarlett aufs Ganze und möchten konkurrieren. Und ich möchte auf die richtige Weise konkurrieren. Deshalb konzentrieren wir uns auf Cross-Play und Abwärtskompatibilität.“

Microsoft nimmt Abstand von Studiokäufen

In den vergangenen eineinhalb Jahren wanderten zahlreiche Studios in den Besitz von Microsoft. Die Shoppingtour scheint abgeschlossen zu sein und Microsoft möchte in eine Phase übertreten, in der geliefert wird.

„Vor kurzem haben wir unseren Fokus innerhalb der Xbox Game Studios von der Akquisition und dem Wachstum auf eine Phase der Ausführung und Bereitstellung verlagert“, so Matt Booty, Chef der Xbox Game Studios.

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Bereits im Zuge der X019 wurden zahlreiche Spiele angekündigt oder zumindest vorgestellt. Laut Booty war es nur die Spitze des Eisbergs. „Wir werden euch [auf der X019] einige erstaunliche Dinge zeigen, aber noch vor Ende des Jahres werden wir euch weitere Spiele präsentieren. Und wenn wir dann in das Jahr 2020 starten, werdet ihr meiner Meinung nach eines der aufregendsten Lineups sehen, die wir jemals in den Xbox Game Studios hatten.“

Laut Matt Booty sind sogar so viele Spiele in der Pipeline, dass Microsoft gar nicht weiß, wann sie alle angekündigt werden sollen. Für die Xbox Scarlett müsse jedenfalls nichts zurückgehalten werden.

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