Google Stadia: Spielerzahlen von Destiny 2 mehr als halbiert
Das Interesse an Google Stadia scheint zu schwinden. Darauf deuten die Zugriffe auf "Destiny 2" hin. In den Wochen nach dem Launch des Streamingdienstes kam es zu einer Halbierung der Spielerzahlen.
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Viele Branchevertreter sehen im Streaming das Gaming der Zukunft. Es scheint aber, dass die Konsumenten anderer Meinung sind. Nachdem der Launch von Google Stadia keinen allzu großen Hype entfachen konnte, scheinen die ohnehin schon überschaubaren Zugriffszahlen weiter zu sinken.

Darauf deutet die Nutzung von „Destiny 2“ hin, das ein Teil von Google Stadia Pro ist. Seit dem Launch des Streamingdienstes kam es zu einer Halbierung der Zugriffszahlen, während auf den anderen Plattformen ein eher geringer Rückgang verzeichnet wurde.

Nur noch 8.000 Spieler

Für die folgende Übersicht schauten sich die Redakteure von Forbes die Datenbank von Charlemagne.io an und verglichen die dortigen Zugriffszahlen mit den Werten kurz nach dem Release von Stadia. Nachdem am 26. November 2019 fast 20.000 Hüter im Onlinespiel unterwegs waren, sind es Anfang des neuen Jahres nur noch knapp über 8.000 Spieler.

Zum Vergleich: Auf der PS4 sanken die Zugriffe lediglich von 454.000 Spieler auf 435.000 Spieler, was einem Rückgang um 4,2 Prozent entspricht.

Spielerentwicklung vom 26.11.2019 zum 03.01.2020

  • PC – Von 494.000 Spieler auf 437.000 Spieler (-11,5 %)
  • PS4 – Von 454.000 Spieler auf 435.000 Spieler (-4,2 %)
  • Xbox One – Von 331.000 Spieler auf 313.000 Spieler (-5,4 %)
  • Google Stadia – Von 19.400 Spieler auf 8.020 Spieler (-58,7 %)

Bei einer genaueren Analyse wird laut Winfuture deutlich, dass über Stadia vorrangig neue „Destiny 2“-Spieler aktiv sind, die sich weniger mit Dun­geons, Raids und PvP-Matches beschäftigen. Stattdessen ziehen sie den Story-Modus und ähnliche Aktivitäten vor. Offenbar ist es Stadia bisher nicht gelungen, den Spielern, die bisher auf klassischen Plattformen unterwegs waren, die Nutzung des Streamingdienstes schmackhaft zu machen.

+++ Google Stadia: Ist es bereits ein „monumentaler Flop“? +++

Fraglich ist, ob die Einführung von Stadia Base einen großen Einfluss auf die Nutzungszahlen haben wird. Bisher ist der Streamingdienst Käufern der 129 Euro teu­ren Founder’s und Premiere Edition vorbehalten.

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