PlayStation vs. Xbox: Chris Deering über die aggressive Anti-Microsoft-Strategie
In einem Interview blickte Chris Deering, das ehemalige Oberhaupt von Sony Computer Entertainment Europe, noch einmal zurück. Wie er anmerkte, verfolgte Sony seinerzeit vom ersten Tag an eine aggressive Anti-Microsoft-Strategie.

Ermutigt durch den Erfolg japanischer Unternehmen wie Nintendo oder Sony entschloss sich Microsoft im Jahr 2000 dazu, mit der Xbox eine eigene Konsole anzukündigen.

Sicherlich auch aufgeschreckt durch die beeindruckenden finanziellen Möglichkeiten der Redmonder sollen sich die Verantwortlichen von Sony vom ersten Tag an dazu entschlossen haben, eine aggressive Anti-Microsoft-Strategie zu verfolgen. Darauf wies Chris Deering, der damalige Boss von Sony Computer Entertainment Europe, anlässlich des 20. Geburtstags der PS2 hin. Das Ziel von Sony Computer Entertainment: Die Konkurrenz mit möglichst hochwertigen Titeln auszustechen.

Strategie wird wohl auch bei der PS5 verfolgt

„Microsoft wurde von uns vom ersten Tag weg angegriffen. Dabei waren wir skrupellos. Ich verfolge diese Mentalität nicht mehr, aber zu dieser Zeit ging es meiner Meinung nach um Leben und Tod. Wir hatten diesen Spruch in Business-Meetings, wenn es um Microsoft ging: Vernichtet sie von Anfang an und macht dabei keine Gefangenen“, so Deering über die damalige Zeit.

Und weiter: „Bei der PS2 hat es zumindest funktioniert. Und es hat auch bei der PS3 und der PS4 funktioniert. Bei der PS5 dürfte es weiterhin funktionieren, da wir die Stärke des Konzepts PlayStation = Spiele schon damals so untermauert haben, als wir uns darauf vorbereitet haben, es mit Microsoft aufzunehmen.“

Die neue Konsolen-Generation in Form der PS5 auf der einen sowie der Xbox Series X auf der anderen Seite wird im diesjährigen Weihnachtsgeschäft eingeläutet. Welches der beiden Unternehmen seine Hausaufgaben besser gemacht hat, werden die nächsten Jahre zeigen.

Quelle: GamesIndustry.biz

(*) Bei Links zu Amazon, Media Markt, Saturn und einigen anderen Händlern handelt es sich in der Regel um Affiliate-Links. Bei einem Einkauf erhalten wir eine kleine Provision, mit der wir die kostenlos nutzbare Seite finanzieren können. Ihr habt dabei keine Nachteile.