PS5 & Xbox Series X: Was sagen die Teraflops über die Hardware-Leistung aus?
Seit gestern ist bekannt, dass es die Xbox Series X auf eine Leistung von 12 Teraflops bringt. Doch lässt sich auf Basis dieser Angabe die tatsächliche Hardware-Leistung beurteilen? Digital Foundry ist skeptisch.
PS5

Microsoft gab gestern bekannt, dass die Xbox Series X mit einer Leistung von 12 Teraflops auf den Markt gebracht wird. Das sind 6 Teraflops mehr als es bei der momentan leistungsstärksten Konsole auf dem Markt der Fall ist: Die Xbox One X bringt es auf 6 Teraflops. Doch verfügt die Xbox Series X tatsächlich über die doppelte Leistungsfähigkeit? Dieser Frage nahmen sich die Redakteure von Digital Foundry an und verwiesen darauf, dass bei der Bewertung der Leistung der Xbox Series X keine voreiligen Schlüsse gezogen werden sollten.

Doch was sind Teraflops überhaupt? Die Bezeichnung setzt sich aus den Bestandteilen „Tera“ (Billionen) und Flops (Floating Point Operations Per Second) zusammen. Letzeres beschreibt die Leistungsfähigkeit von Computern bzw. Prozessoren und liefert einen Hinweis auf die Anzahl der Gleitkommazahl-Operationen, die von den Systemen pro Sekunde ausgeführt werden können. Im Fall der Xbox Series X sind es somit zwölf Milliarden Gleitkommazahl-Operationen, die in einer Sekunde abgearbeitet werden können.

Doppelt so schnell wie die Xbox One X?

Doch was bedeutet das für die Xbox Series X? Ist sie doppelt so schnell wie die Xbox One X? So einfach lässt sich diese Frage nicht beantworten. Zunächst weist Digital Foundry darauf hin, dass es in den vergangenen Jahren innerhalb der GPU-Technologie deutliche Verbesserungen gab. Das heißt, auch wenn es sich rechnerisch um eine Verdoppelung der Teraflops handelt, kann der Leistungszuwachs am Ende deutlich höher ausfallen. Laut der Angabe der Publikation wären für eine Verdoppelung der tatsächlichen Leistungsfähigkeit „nur“ 9 bis 10 Teraflops vonnöten.

Richtig ist aber auch: Eine Konsole setzt sich aus mehreren Komponenten zusammen, die allesamt einen Einfluss auf die Leistungsfähigkeit des Systems  haben. Um sie optimal nutzen zu können, müssen die restlichen Bauteile der Hardware ebenfalls ein gewisses Niveau erreichen. Sollte es an irgendeiner Stelle einen Flaschenhals geben, wären die 12 Teraflops der Konsole zwar auf dem Papier vorhanden, aber in der Praxis nicht nutzbar.

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Es ist davon auszugehen, dass Microsoft die Komponenten der Xbox Series X bestmöglich aufeinander abstimmen wird, sodass ihr am Ende Spiele mit einer besseren Performance und Grafik genießen könnt. Und dank der schnellen SSD und dem erweiterten Arbeitsspeicher werden größere Sichtweiten erwartet.

Mit wie vielen Teraflops die PS5 ins Rennen geschickt wird, ist weiterhin unklar. Sony hat sich bislang nicht zur Leistung der neuen Konsole zu Wort gemeldet, was sich in den kommenden Monaten ändern sollte. Erscheinen werden die beiden neuen Konsolen PS5 und Xbox Series X gegen Ende des Jahres zu einem bislang unbekannten Preis.

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