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PS5: SSD lässt Entwickler groß denken und neue Grenzen ausloten
Die PS5 spaltet die Gaming-Welt sowohl auf seiten der Spieler als auch auf der Seite der Entwickler beziehungsweise Experten. Während Manche große Veränderungen erwarten, glauben Andere, dass es nicht viel Neues geben wird.
PS5

Die neuste Enthüllung weiterer PS5-Spezifikationen brachte unter anderem einige Details zur Custom-SSD in Sonys Next-Gen-Konsole ans Tageslicht. Die rasante Datenübertragungsrate erlaubt es Entwicklern, innerhalb von einem Augenblick praktisch den gesamten 16 Gigabyte großen RAM der Konsole zu füllen, was bei den aktuellen Konsolen durchaus Minuten dauern kann.

Diese 100-fach schnelleren Ladezeiten von der SSD in den Arbeitsspeicher erlaubt es den Entwicklern, groß zu denken und neue Grenzen beim Spiel Design auszuloten, bestätigte auch der Entwickler Jason Sider von Breakfall Games auf ResetEra.

Neue Denkweisen beim Game Design möglich

Wie er betonte, würde er jederzeit etwas Grafikleistung aufgeben, um stattdessen ein schnelleres Laufwerk zur Verfügung zu haben. Die System-Architektur der PS5 ist laut dem Entwickler so angelegt, dass es keinerlei Flaschenhälse gibt. Im Detail erklärte er:

„Das PS5-Laufwerk und das Framework/die Infrastruktur um das Laufwerk herum klingen so schnell, dass ich gerade anfange, von einem Design ohne Engpässe beim Laufwerk zu träumen. Ich persönlich liebe es, wenn neue Hardware mich dazu bringt, große Träume zu haben und an neue Grenzen zu denken.

Ich persönlich bin im Moment nicht so begeistert von verrückt hohen Auflösungen und 15 Prozent leistungsstärkeren GPUs. Ich mag es, wenn Hardware und Software neue Denkweisen ermöglichen“.

Eine andere Meinung: PS5: SSD wird Open World-Spiele nicht dramatisch verändern

Auf das RAM-Management angesprochen ergänzte er seinen Standpunkt. Er machte dazu weiter deutlich, dass sich das Welt- und Spieldesign qualitativ verändern wird:

„Als [Systemarchitekt Mark Cerny] davon sprach, dass man so schnelles Laufwerk hat, dass man einfach den Arbeitsspeicher leeren kann, und im Handumdrehen ganze 10+ GB an Assets laden kann, da ging mir der Kopf durch.

Sein Beispiel von ‚kein Bedarf für einen riesigen Canyon-Korridor, um die nächste Aussicht zu laden‘ ist völlig angemessen. Das Welt- und Spieldesign wird sich einfach qualitativ verändern, was nicht leicht messbar ist“.

Es wird wohl aber eine Weile dauern, bis diese Veränderungen in die Spielewelt Einzug halten, da die Entwicklungen zunächst wohl noch von Cross-Generation-Projekten zurückgehalten werden. Erst bei echten Next-Gen-Exklusiv-Titeln wird die volle Leistungsfähigkeit zum Tragen kommen.

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