PS5 und Xbox Series X: Preis, Subventionen und Launch-Zeitraum – Analyst äußert sich
Ende des Jahres kommen die beiden Konsolen PS5 und Xbox Series X auf den Markt. Und laut der Einschätzung des Analysten Steven Bailey werden Sony und Microsoft den Launch durchdrücken. Auch widmete er sich der Preisgestaltung und verwies auf Subventionen.
PS5

Die aktuelle Entwicklung in China und Japan macht deutlich, dass die Ausbreitung des Coronavirus dort weitgehend eingedämmt werden konnte. Microsoft gab bekannt, dass die Produktionsketten wieder Fahrt aufnehmen und auch Sony zeigte sich in dieser Woche äußerst zuversichtlich, dass die PS5 nicht in das nächste Jahr verschoben werden muss.

Späterer Marktstart keine Option?

Eine Verschiebung wäre ohnehin ein Worst-Case-Szenario. Darauf verwies der Omdia Research Marketing Analyst Steven Bailey. Er glaubt, dass sowohl PlayStation als auch Xbox eine Verzögerung mit allen Mitteln verhindern möchten, da sie mit erheblichen finanziellen Kosten verbunden wäre.

„Der Launch einer Konsole kostet Milliarden. Und die Planung kann Jahre dauern“, so Bailey. „Die damit verbundene Logistik ist verwirrend, sobald man anfängt, den Vorhang auch nur geringfügig mit Themen wie Marketingausgaben zu öffnen. Sie haben 2020 statt 2021 gewählt, aus einem Grund: Weil sie wissen, dass es notwendig ist, einen neuen Zyklus der Konsolen in Bewegung zu setzen.“

Dennoch könnte es aufgrund der aktuellen Lage zu Lieferengpässen und regionalen Verzögerungen kommen. Doch zumindest die Hauptmärkte werden laut Bailey davon weniger beeinflusst: „Sie werden wichtige Gebiete in ihrem Launchfenster halten wollen, aber mit Versorgungsengpässen rechnen. Dies könnte dann zu Verzögerungen auf kleineren Märkten in das Jahr 2021 hinein führen.“

Mehr als 500 US-Dollar unwahrscheinlich

Eine globale Verschiebung scheint damit keine Option zu sein. Doch nach wie vor ist unklar, wann genau der Marktstart erfolgen soll und welchen Betrag die Käufer in die neuen Konsolen investieren müssen. Auch hierzu äußerte Bailey einige Gedanken.

„Die Preise für beide Konsolen lauerten offensichtlich schon in der Region von 400 bis 500 US-Dollar. Und insbesondere 500 US-Dollar sind eine so große psychologische Hürde, dass ich denke, dass die Hersteller zusätzliche Kosten übernehmen werden, anstatt ein Risiko einzugehen. Es ist wichtiger, Menschen auf die Plattform zu bringen, als sie kurzfristig mehr ausgeben zu lassen“, so der Analyst, der betont, dass mit den Konsolen langfristig Geld verdient wird.

Auch andere Konsolen wurden subventioniert

In der Vergangenheit verfolgten die Konsolenhersteller ähnliche Strategien. Berichten zufolge kostete die Herstellung der Xbox One zum Launch 471 US-Dollar. Verkauft wurde sie im Handel zunächst für 499 US-Dollar. Einen Gewinn konnte Microsoft in der Launch-Phase offenbar nicht erzielen.

Außerdem wurde geschätzt, dass Sony bei der Markteinführung der PS3 enorme Verluste hinnehmen musste. Berichten zufolge könnte die Herstellung der 20-GB- und 60-GB-Modelle mehr als 800 US-Dollar verschlungen haben. In den Läden standen sie für anfangs 499 US-Dollar bzw. 599 US-Dollar. Auch wenn wir den Preis der Xbox Serie X oder der PS5 nicht kennen, glaubt Bailey, dass wir in beiden Fällen ein ähnliches Szenario sehen werden.

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Gemutmaßt wird seit Monaten, dass Sony mit der PS5 einen niedrigeren Einstiegspreis als Microsoft mit der Xbox Series X wählen wird. Auch die jüngst veröffentlichten Systemspezifikationen deuteten darauf hin. Aussagekräftige Angaben zum Preis machten beide Unternehmen bislang nicht.

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