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Xbox Series X: Microsoft erklärt das Design und die Kühlung der Konsole
Microsofts Principle-Designer Chris Kujawski widmete sich in einem Interview dem ungewöhnlichen Design der Xbox Series X. Es basiert in erster Linie auf dem erhöhten Kühlungsbedarf.

Verglichen mit den bisherigen Konsolen wählte Microsoft für die Xbox Series X ein recht eigenwilliges Design, das mitunter mit einem Kühlschrank verglichen wird. Und tatsächlich spielte die Kühlung beim Entwurf eine zentrale Rolle, auch wenn sich die verwendeten Technologien unterscheiden.

Einige Wochen nach der Enthüllung ging der Principle-Designer Chris Kujawski etwas näher auf den Entwurf ein und betonte, dass das Design der Xbox Series X an die Leistung angepasst werden musste. Ziel war es, eine Art Kamin zu bauen, bei dem ein Luftstrum die Hitze nach außen transportiert.

Es begann alles mit Theorie

„Als wir darüber nachdachten, wie wir das entwerfen sollten, war alles theoretisch“, so Chris Kujawski. „Wir hatten keine Dinge, die wir testen konnten. Wir hatten keine Messungen, die wir durchführen konnten. Wir wussten, dass sie leistungsstark sein würde. Und wir wussten, dass es eine völlig andere Art des Denkens über das Design einer Konsole erfordern würde.“

Die Xbox-Systemarchitekten wollten von Anfang an eine Konsole entwerfen, die mindestens das Doppelte der gesamten Grafikleistung der Xbox One X hat. Heraus kam die 12 Teraflops GPU-Rechenleistung, die vor einiger Zeit neben den Zen 2-Kernen angekündigt wurde. Letztere liefern eine vierfache Verbesserung der CPU-Leistung. Zudem wurde das Ziel in Stein gemeißelt, dass die akustische Performance der Xbox One X erreicht werden muss, was laut Microsoft eine ziemliche Herausforderung war, da die Systemleistung erheblich zunahm.

Die Leistung der Xbox Series X hat einen gewissen Strombedarf. Und basierend auf dem Prototyp der Hardware wird die Konsole laut Digital Foundry mit einem 315-W-Netzteil ausgeliefert. Dieses liefert die Menge an elektrischer Energie, die unter anderem durch den Prozessor gepumpt wird.

Es kam zur Entscheidung, auf ein Split-Motherboard-Design umzusteigen: Auf einer Platine befinden sich die Hochleistungskomponenten wie der Xbox Series X-Prozessor, der GDDR6-Speicher und die Leistungsregler. Das andere ist das Southbridge-Board, das hauptsächlich I/O verwaltet. Verteilt wurden sie auf beiden Seiten eines Chassisblocks aus Aluminium.

Eine parallele Kühlungsarchitektur

Letztendlich legten das optische Laufwerk und die Größe des Kühlkörpers einige der Abmessungen der Xbox Series X fest. Die Höhe wiederum wurde vom angestrebten Luftstrom bestimmt. Dabei sei man bei einem quadratischen Formfaktor gelandet. „Es entsteht eine sogenannte parallele Kühlungsarchitektur, sodass kühle Luft eindringt und diese kühle Luft durch separate Zonen der Konsole strömt“, so Kujawski.

„Man hat oben eine Öffnung und wir haben große Entlüftungslöcher. Der Nettoeffekt der Zusammenstellung all dessen, der parallelen Pfade und des wirklich leistungsstarken, leisen Lüfters oben ist, dass wir durch diese Konsole 70 Prozent mehr Luftstrom erhalten als in der letzten Generation und 20 Prozent mehr Luftstrom allein durch unseren Kühlkörper“, so Jim Wahl, Director des Mechanical Engineering der Xbox-Hardware.

Weitere Details zum Formfaktor der Xbox Series X findet ihr in einem umfangreichen Artikel von Digital Foundry.

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Unklar ist weiterhin, welches Design sich Sony für die PS5 ausgedacht hat. Für beide Konsolen wurde bislang kein Termin genannt. Sony und Microsoft verweisen lediglich darauf, dass der Launch irgendwann vor Weihnachten erfolgen wird. Welche Preise zur Markteinführung verlangt werden, steht ebenfalls in den Sternen.

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